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Ozon (O3) hat in der Erdatmosphäre eine wichtige Funktion, kann in Bodennähe aber gesundheitsschädlich sein. (Quelle: Instagram: @klimalexikon)

Ozon

Was ist Ozon?

Ozon ist eine besondere Art von Sauerstoff und in niedriger Konzentration ein „normaler“ Bestandteil der Luft. [1] Es ist ein farbloses bis leicht bläuliches Gas, das in höheren Konzentrationen stechend riecht. [2] Ozon besteht aus 3 Sauerstoffmolekülen und hat in der Chemie deswegen die chemische Bezeichnung “O3”. In der Erdatmosphäre befindet sich eine Ozonschicht, die Menschen und Lebewesen vor zu viel Sonneneinstrahlung (UV-Strahlung) schützt. [3] Das Gas erfüllt in der Erdatmosphäre deswegen eine wichtige Funktion, da UV-Strahlen für Menschen gesundheitsschädigend sein und Hautkrebs verursachen können. Auch bei Pflanzen und Tieren kann zu viel UV-Strahlung Zellen zerstören. [4] 

Wie entsteht Ozon?

O3 entsteht in 15‐50 km Höhe in der Erdatmosphäre aus Sauerstoff und durch Bestrahlung mit energiereicher UV‐Strahlung. In der Nähe des Erdbodens entsteht es durch die Wechselwirkung von UV-Strahlung mit Luftsauerstoff und Stickoxiden. Diese Stickoxide stammen in der Regel hauptsächlich aus Abgasen von Fahrzeugen und Industrie. [2] 

Was ist ein Ozonloch?

Die schützende Ozonschicht in der Erdatmosphäre wird vor allem durch Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) gefährdet. FCKW greift die Ozonmoleküle an. Wenn die Ozonschicht zur Hälfte aufgelöst ist, spricht man von einem Ozonloch. In Gebieten mit Ozonlöchern sind Menschen verstärkt dem Risiko ausgesetzt, an Hautkrebs zu erkranken. FCKW war früher vermehrt in Spraydosen und Kältemittel (z.B. in Kühlschränken) zu finden, weswegen es 1987 verboten wurde. [4]

Die Ozonschicht in der Erdatmosphäre schützt Menschen und Lebewesen vor zu viel Sonneneinstrahlung. (Quelle der Grafik: pixabay)
In der Erdatmosphäre befindet sich eine Ozonschicht, die Menschen und Lebewesen vor zu viel Sonneneinstrahlung schützt. (Quelle: pixabay)

Was ist problematisch an Ozon?

Während Ozon hoch oben in der Erdatmosphäre eine wichtige Schutzfunktion einnimmt, kann es als bodennahes Reizgas für Mensch und Natur gefährlich werden. In erhöhten Konzentrationen führt Ozon zu gesundheitlichen Problemen wie Husten, brennenden Augen oder entzündeten Atemwegen. Besonders ältere Menschen, Kinder oder Menschen mit Vorerkrankungen und Lungenproblemen sind gefährdet, von erhöhten Ozonkonzentrationen gesundheitlich beeinträchtigt zu werden. Diese sollten bei erhöhten Werten möglichst keinen Sport im Freien machen. 

Auch für Pflanzen und Wälder ist es schädlich, denn es kann das Wachstum schon in niedriger Konzentration beeinträchtigen. Vermehrtes Ozon in Bodennähe ist vor allem im Sommer ein Problem. Die hohen Temperaturen, die trockene Luft und die verstärkte Sonneneinstrahlung führen in Kombination mit anderen Schadstoffen (Kohlenwasserstoffe, Stickoxide, CO2) zur stärkeren Bildung von dem Reizgas. Großteils stammen diese Schadstoffe aus dem Verkehr oder aus Industrieanlagen. [1] 

Auch die Klimakrise führt dazu, dass die Ozonwerte steigen, da vermehrt Treibhausgase in die Luft gelangen. Die erhöhte Ozonkonzentration in Bodennähe verstärkt im Umkehrschluss wieder den Treibhauseffekt. [4]

So kann die Bildung von Ozon verhindert oder vermindert werden

Die Maßnahmen zur Verminderung von Ozon sind ähnlich wie jene zur Eindämmung von CO2 oder anderen Treibhausgasen. Vor allem sollten vermehrt öffentliche Verkehrsmittel benutzt werden, anstelle von Autos. Eine Option wäre auch Car-Sharing. Außerdem kann es helfen, wenn ökologische Produkte oder Lebensmittel gekauft werden, die einen kurzen Transportweg hinter sich haben. Bei anhaltenden und stark erhöhten Ozonwerten sollten zudem Verbrennungen und Feuer (z.B. Grillfeuer) vermieden werden. [1] 

Die Ozonwerte für Österreich werden stündlich aktualisiert und sind auf der Seite vom Umweltbundesamt https://www.umweltbundesamt.at/ozon-aktuell abrufbar. Als Informationsschwelle gilt ein Wert von 180 µg/m³ (Mikrogramm pro Kubikmeter). Bei Werten, die diese Zahl überschreiten, informiert das Umweltbundesamt die Öffentlichkeit darüber und empfiehlt gegebenenfalls Maßnahmen zur Reduzierung. [5] 

von Anita Ruhm

[1] Vgl. MA 22. (2014): Ozon. Was Sie darüber wissen sollten. Informationsfolder der Stadt Wien. URL: https://www.wien.gv.at/wienatshop/Gast_bestellservice/Start.aspx?Artikel=271094 

[2] Vgl. Faszination Chemie. (04.08.2021): Was ist eigentlich… Ozon? URL: https://faszinationchemie.de/chemie-ueberall/news/was-ist-eigentlich-ozon/ 

[3] Vgl. The Simple Club. (o.D): Ozon und Ozonschicht. URL: https://simpleclub.com/lessons/chemie-ozon-und-ozonschicht 

[4] Vgl. Frack, A. (2009, aktualisiert 04.05.2020): Ozon. In planet-wissen. URL: https://www.planet-wissen.de/natur/klima/klimawandel/ozon-106.html  

[5] Vgl. Umweltbundesamt. (o.D.): Aktueller Ozonbericht. URL: https://www.umweltbundesamt.at/ozon-aktuell

Faszination Chemie. (04.08.2021): Was ist eigentlich… Ozon? URL:  https://faszinationchemie.de/chemie-ueberall/news/was-ist-eigentlich-ozon/

Frack, A. (2009, aktualisiert 2020): Ozon. In planet-wissen. URL: https://www.planet-wissen.de/natur/klima/klimawandel/ozon-106.html 

MA 22. (2014): Ozon. Was Sie darüber wissen sollten. Informationsfolder der Stadt Wien. URL: https://www.wien.gv.at/wienatshop/Gast_bestellservice/Start.aspx?Artikel=271094 

The Simple Club. (o.D.): Ozon und Ozonschicht. URL: https://simpleclub.com/lessons/chemie-ozon-und-ozonschicht 

Umweltbundesamt. Aktueller Ozonbericht. (o.D.): URL: https://www.umweltbundesamt.at/ozon-aktuell